Studie in Japan ergibt: Immer mehr Frauen wollen Otakus heiraten

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Japan

In Japan zeichnet sich ein interessanter Trend ab: Immer mehr Frauen suchen gezielt Otakus als zukünftige Ehepartner. Der Begriff „Otaku“ bezeichnet in diesem Kontext Männer, die eine starke Leidenschaft für Mangas, Animes oder andere Formen der japanischen Popkultur haben.

Diese Männer galten lange Zeit als Außenseiter in der japanischen Gesellschaft und hatten es schwer, potenzielle Partnerinnen zu finden. Doch nun scheint das Eis gebrochen, und immer mehr Frauen nehmen Otakus als ernsthafte Lebenspartner ins Visier. Die Gründe für diesen Trend sind laut Livedoor News vielfältig. Zum einen würden Otakus als treue und aufrichtige Partner gelten. Sie seien oft zurückhaltend und scheuen die direkte Konfrontation.

Diese Eigenschaften sollen laut Livedoor News für japanische Frauen durchaus attraktiv sein, da sie auf eine stabile und beständige Beziehung hoffen lassen. Außerdem heißt es, dass Otakus in der Regel wenig bis keine einschneidenden Verpflichtungen hätten, weshalb sie sich auf ihre Partnerschaft und Familie konzentrieren können.

Gemeinsame Interessen

Ein weiterer Faktor ist die Angleichung der Hobbys zwischen Frauen und Otakus. In der Vergangenheit waren Mangas und Animes eher als „männliche“ Interessen angesehen, doch mittlerweile erfreuen sich auch immer mehr Frauen an dieser Form der Popkultur. Durch diese gemeinsamen Interessen entstehen mehr Berührungspunkte und schneller ein tiefes Verständnis für den jeweils anderen.

Die Entwicklungen basieren auf Interviews und Befragungen von Livedoor News, einer japanischen Nachrichten-Website. Die Erkenntnisse wurden von Atsushi Tosaka, Leiter der Heiratsvermittlungsagentur Dear Bride Tokyo, bestätigt. Er erklärte, dass immer mehr Frauen sich gezielt für Otakus entscheiden und sein Unternehmen würde sie dabei unterstützen, den passenden Lebenspartner zu finden.

Dieser Trend könnte auch darauf hindeuten, dass das Bild des „typischen“ Ehemanns in der japanischen Gesellschaft im Wandel begriffen ist. Die traditionellen Erwartungen an einen Ehemann, der ausschließlich als Versorger fungiert und wenig Zeit für seine Familie hat, scheinen langsam nicht mehr so stark ausgeprägt zu sein. Stattdessen rücken die Bedürfnisse nach emotionaler Verbundenheit und gemeinsamen Interessen in den Vordergrund.

Quelle: Livedoor (Jp)

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